Stargate SG1
Entstanden ist Stargate SG-1 aus dem gleichnamigen Kinohit, der 1994 von Roland Emmerich produziert wurde und zu einem der populärsten Kinofilme der Fernsehgeschichte zählt. Dieser Kinofilm legte die Grundsteine für einen beispiellosen Erfolg der sich seit 1997 als Serie fortsetzt.
Roland Emmerich gefiel die Idee einer Stargate Serie allerdings nicht, er ließ verlauten, das er und Dean Devlin ursprünglich den Außerirdischen „RA“ als den Erbauer der Sternentore eingeplant hatten. In der Serie wurden dann allerdings die „Antiker“ als Erbauer der Sternentore genannt.
Anfangs wahren nur 2 Staffeln geplant, allerdings entschied man sich bereits Mitte der ersten Staffel für die Bestellung von 2 weiteren Staffeln.
Nach 10 erfolgreichen Jahren Stargate SG-1 in 10 Staffeln, wurde die Serie als solches eingestellt. Doch kurz darauf folgten 2 Stargate SG-1 Filme die direkt auf DVD veröffentlicht wurden. Ein weiterer Film ist bereits in Planung, weitere Filme sind danach nicht auszuschließen. Stargate SG-1 hält nicht nur den Rekord für die am längsten laufende Science Fiction Serie im US Fernsehen, sondern zählt neben „James Bond“ zum zweit größten Franchise des Filmimperiums MGM.
Im Jahr 2004 entstand der ebenfalls erfolgreiche Stargate SG-1 Serienableger Stargate Atlantis, der im Jahr 2008 nach 5 Staffeln eingestellt wurde. Im Oktober 2009 beginnt die 3. Stargateserie „Stargate Universe“ die anders als ihre beiden Vorgänger hauptsächlich auf einem Raumschiff spielen wird.
Stargate SG-1 ist unumstritten in den Top 2 der erfolgreichsten Science Fiction Serien, Weltweit.
Bereits zu Beginn der Serie wird eine tiefgründige Mythenwelt rund um das Stargate geschaffen, in der etliche Mythen und Sagen der Menschheit behandelt werden. Eine gesunde Mischung aus alten Mythen und realitätsnaher Science Fiction, stellt die Hauptsäule des Erfolges von SG-1 dar. Man lernt verschiedenste Kulturen, darunter auch längst verloren geglaubte Kulturen kennen, die sich durch die Verschleppung der Außerirdischen (Goauld) auf diversen Planeten ansiedelten. Der große Unterschied zwischen den beiden anderen großen Scifi Franchises „Star Trek“ und „Star Wars“ liegt besonders in dem speziellen Bezug der Serie zur Realität. Wo „Star Wars“ und Co. meist auf Handlungen und Technologien der Zukunft basieren, spielt Stargate SG-1 fast ausschließlich in der Gegenwart und im Kampf gegen das Außerirdische setzt man statt Spockohren und Laserschwerter, auf den guten alten Soldaten der heutigen Zeit mit seinen gegenwärtigen Waffen, denn besonders in den ersten Staffeln wird fast ausschließlich mit konventionellen Mitteln gegen die falschen Götter gekämpft. Durch diese simple Tatsache der technologischen Unterlegenheit, gelingt es daher sehr gut den weit überlegenen Gegner Goauld schier unbesiegbar darzustellen, was auch zu einem nicht unerheblichen Teil der Spannung beiträgt.
Geschichtliches
Im Jahre 1924 wurde bei Ausgrabungen in der Nähe der ägyptischen Stadt Gizeh ein quarzähnlicher Ring gefunden, der aus dem bis dato unbekannten Material Naquada besteht, welches auf der Erde nicht vorkommt. In den vierziger Jahren gelingt es einem Team von Wissenschaftlern erstmals, den „Ring“, das sogenannte „Stargate“, das als Durchgang zu anderen Welten dienen soll, zu aktivieren.
Sie schickten eine Versuchsperson durch das Stargate um die Welt auf der anderen Seite zu erforschen. Es kommt jedoch durch mangelnde Kenntnisse über das Gate zu einem tragischen Zwischenfall, worauf das Forschungsprogramm eingestellt wird.
Erst nach 70 Jahren im Jahr 1994 gelingt es dem jungen Archäologen Daniel Jackson, der der Ansicht ist, das die Pyramiden der Ägypter Landeplätze für Raumschiffe Außerirdischer seien, das Gate wieder zu aktivieren. Ihm gelingt es als erstem Mensch, die Symbole und deren damit verbundenes Anwahlverfahren zu entschlüsseln. Er stellt die These auf, das die Symbole des Stargates Koordinaten darstellen und es gelingt letztendlich mehrfach, den Kontakt zum Planeten Abydos herzustellen.
Die Air Force entsendet ein Team, bestehend aus Soldaten und Daniel Jackson unter der Führung von Colonel O´neidvoll (Kurt Russell) auf eine Erkundungsmission durch das Gate, um eine mögliche Bedrohung durch außerirdische auszumachen und diese Gegebenenfalls mit einer Atombombe zu beseitigen.
Es kommt zu einer Auseinandersetzung mit einem feindlich gestimmten Außerirdischen Anführer namens „RA“ und der von den einheimischen als Gott angebetet wird. Dem Team von der Erde gelingt es, die eingeborenen, die als Sklaven für „RA“ Naquada abbauen müssen, davon zu überzeugen, das es sich bei den Außerirdischen um keine Götter handelt. Nach der Auflehnung gegen den falschen Gott RA und dem verlustreichen Kampf gegen ihn, wird RA vernichtet und die Eingeborenen (Abydonier) genießen ihre neu gewonnene Freiheit. Daniel Jackson bleibt als einziger auf dem Planeten Abydos zurück, da er sich dort in die Tochter des Stammesführers verliebt.
Die Serie beginnt damit, das Colonel O´Neill (Richard Dean Anderson) der im Kinofilm von Kurt Russell verkörpert wurde, wegen eines Zwischenfalls in den Cheyenne Mountain Komplex gerufen wird. Mehrere Männer die einen anderen Mann umgeben haben sollen dessen Augen glühten, töteten die Soldaten, die das Stargate bewachen sollten und entführten eine Frau. Beim einem Verhör von Colonel O´Neill und dessen ehemaligen Teams wird schnell klar: Colonel O´Neill widersetzte sich damals dem ausdrücklichen Befehl von General West, die Atom Bombe bei möglicher Gefahr auf dem Planeten Abydos zu zünden. Er gesteht während des Verhörs auch, das der Archäologe Daniel Jackson noch am Leben ist und seit geraumer Zeit bei den Menschen von Abydos lebt. Und auch diesmal steht wieder der alte Plan der Atomaren Zerstörung von Abydos auf dem Tagesplan, jedoch kann Colonel O´Neill General Hammond davon überzeugen, das die Tötung tausender, unschuldiger Menschen nicht die Lösung des Problems sei. Nachdem herauskommt, das Daniel Jackson noch am Leben ist, macht sich Colonel O´Neill mit einem neuen Team, bestehend aus dem späteren SG-1 Mitglied, der Astrophysikerin Dr. Samantha Carter, Major Kowalsky, sowie Ferrety auf den Weg, um die entführte Soldatin zu befreien und für Klarheit über die Lage zu sorgen.
Dort angekommen, zeigt Daniel Jackson der erstaunten Dr. Carter und dem Colonel eine Kartusche, die eine Art Karte von allen Stargates der Galaxie darstellen soll, die den Goauld bis zu diesem Zeitpunkt bekannt wahren.
Kurze Zeit später kommt es zu einem überraschenden Angriff des Goaulds Aphosis, der auch bereits für den Angriff auf den Cheyenne Mountain Complex verantwortlich war und die Torraumsoldatin entführte. Während Daniel Jackson, Dr. Carter und O´Neill sich noch bei der Kartusche befinden und von diesem Angriff nichts mitbekommen, kommt es zu zahlreichen Toten und der Entführung von Jacksons Frau Sha´re sowie deren Bruders Skaara. Mit Hilfe des durch den Angriff von Aphosis schwer verwundeten Ferrety der sich die Symbole des Heimatplaneten der Jaffa merken konnte, gelingt es, gemeinsam mit Teal´c (Christopher Judge) dem ersten Primus (Diener) von Aphosis der sich im Verlauf des Pilotfilms auf die Seite der Menschen stellt, eine große Anzahl von Menschen aus der Hand von Apophis zu befreien. Leider gelingt Aphosis zusammen mit Skaara und Jacksons Frau Sha´re, die beide zu Wirten von Goauld gemacht wurden die Flucht.
Jackson, der Sha´res Vater bei seiner Abreise versprach, er würde seine Tochter wieder nach Hause bringen schließt sich gemeinsam mit Teal´c dem SG-1 Team an um seine Frau zu finden.
Eine wichtige Rolle im roten Storyfaden von Stargate SG-1 spielt seit der ersten Staffel die Allianz der 4 Rassen, ein Bündnis der 4 mächtigen Rassen das vor tausenden von Jahren geschlossen wurde. Später wird klar, das diese Allianz zerbrochen sein muss, was die immer größer werdende Macht der Goauld erklärt. Zwei der 4 Rassen treffen bereits in der ersten Staffel auf das SG-1 Team: Das technologisch sehr hoch entwickelte Volk der „Asgard“, sowie das Volk der naturnahen, aber dennoch sehr fortgeschrittenen „Nox“. Allerdings enden diese Treffen mit eher ernüchterndem Ergebnis, die ersehnte Hilfe gegen die Goauld bleibt vorerst aus. Die mächtigste der vier Rassen bekommt SG-1 leider nicht zu Gesicht, auch die Rasse der „Forlinge“ bleibt im Verborgenen.
Im Laufe der Jahre bereist das SG-1 Team zahlreiche Welten und macht dabei die Bekanntschaft mit vielen Völkern und ihren Kulturen, die alle ursprünglich von der Erde stammen. Einige der Völker standen unter dem Schutz eines Asgard Abkommens. Viele Völker befanden sich allerdings in der Sklaverei der Goauld, aber es gab auch wiederum andere, die sich von der Sklaverei der Goauld befreien konnten. Eines dieser Völker die sich erfolgreich gegen die Goauld verteidigten, wahren die „Tollaner“, auf die SG-1 bereits in der ersten Staffel traf, ein sehr hoch entwickeltes Volk mit jeder Menge Technologie und einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn. Den Tollanern war es wenig später auch zu verdanken, das der Goauld Symbiont aus Skaara entfernt wurde und er wieder als freier Mensch nach Abydos zurückkehren konnte. Sha´re hatte nicht so viel Glück, sie musste für Aphosis ein Kind austragen und wurde später unter unglücklichen Umständen von Teal´c bei einer Rettungsmission getötet.
Für Daniel Jackson brach eine Welt zusammen, er wurde durch diese seelische Extrembelastung mit massiver Selbstzweifel behafet und er wollte sich folge dessen aus dem SG-1 Team für immer zurückziehen. Nach 5 Jahren verstarb Jackson dann und wurde durch den Außerirdischen Jonas Quinn (Corin Nemec) ersetzt, der noch immer zu den beliebtesten Stargate Charakteren gehört. Jedoch kehrte Michael Shanks alias Daniel Jackson bereits eine Staffel später wieder zurück und Jonas Quinn musste wieder seinen Platz räumen. Nach einer sehr erfolgreichen 7. Staffel gab es dann allerdings wieder einen Abgang aus dem Maincast zu beklagen. Don S. Davis alias General Hammond verließ den Maincast aus gesundheitlichen Gründen und tauchte nur noch in Gastrollen auf.
Seinen Posten übernahm Jack O´Neill, der mittlerweile General geworden war. Richard Dean Anderson der auch so langsam in den Ruhestand gehen wollte, kam daher die Gelegenheit recht, ein Jahr lang als General des SG Centers langsam aus der Serie auszusteigen.
Nach der 8. Staffel war es dann soweit, Richard Dean Anderson verließ den Maincast und trat nur noch in Gastrollen, unter anderem auch im Spinn off Stargate Atlantis und dem „Direct on DVD“ Film Stargate Continuum auf.
Um diesen großen Verlust für das Franchise auszugleichen, stießen in Staffel 9 zwei komplett neue Gesichter zum Maincast hinzu: Ben Browder alias Colonel Cameron Mitchell, (bekannt aus der Scifi Serie „Farscape“) der das SG-1 Team von nun an anführte, sowie General Hank Landry der an die Stelle von Colonel O´Neill trat und damit das Kommando des SG Centers übernahm.
Zu diesem Zeitpunkt schien der ewige Kampf gegen die Goauld gewonnen, die letzten Goauld Hochburgen wahren zerbrochen und auch die Replikatoren waren auf einen Schlag vernichtet, man fühlt sich wieder sicher, jedoch dauert dieser Zustand nicht lange an, schnell gerät die Erde wieder in Handlungsnot.
Trotz der Großen Siege die bis dahin zu verzeichnen wahren, ließ der Forscherdrang des Daniel Jackson nicht nach und so kam es, das er sich mit SG-1 und der selbstsüchtigen Außerirdischen, Vala Maldoran (Claudia Black) auf Schatzsuche begibt und dabei unter anderem auf ein Langstreckenkommunikationsgerät der Antiker stößt. Es kommt was kommen musste: Durch den großen Wunsch der Menschheit, allen voran Daniel, den Antikern oder ihren Nachfahren zu begegnen, aktiviert Daniel gemeinsam mit Vala Maldoran das Langstreckenkommunikationsgerät der Antiker und macht damit einen scheinbar unbesiegbaren Gegner auf sich aufmerksam, die Ori. Es wird bekannt, das die Ori und die Antiker einst ein gemeinsames Volk wahren, die den Aufstieg auf eine höhere Ebene der Existenz anstrebten, die Alteraner. Es kommt zu einer elementaren Auseinandersetzung, da einige nicht die Politik der „nicht Einmischung“ vertreten, sondern den Menschen den Aufstieg versprechen um sie sich somit Gefügig zu machen. Anders als die Goauld wollen die Ori allerdings keinen blinden Glauben, die Menschen sollen nur an ihre Macht glauben. Jeder der sich ihnen widersetzt, wird von ihren Anhängern vernichtet. Was die Ori so gefährlich machte, war die Tatsache, das man im Grunde gegen „böse Antiker“ und deren Technologie antreten musste, die der der Asgard oder der der restlichen Galaxie zu diesem Zeitpunkt weit unterlegen war.
So war SG-1 nun gezwungen, sich wieder in waghalsige Expeditionen auf fremden Planeten zu stürzen, um so an nützliche Technologien zu kommen, um die Ori für alle Zeit zu vernichten.
Nach insgesamt 10 Staffeln und 214 Folgen sind dann vorerst alle Feinde aus dem Weg geräumt und SG-1 wird ohne plausiblen Grund vom Auftraggeber „Syfy“ eingestellt, obwohl SG-1 nach den 10 Jahren immer noch sehr erfolgreich ist und noch ausreichend Geld in die Kassen spült.
Da dies ziemlich unerwartet kam, wurde leider der sehr viel versprechende und weitläufige Handlungsstrang der Ori nach Staffel zehn mit dem „Direct on DVD“ Film: „Die Quelle der Wahrheit“ ruckartig beendet. Nach der „Quelle der Wahrheit“ gab es noch einen weiteren SG-1 Film, indem SG-1 überraschend einem alten Feind gegenüberstand, einem Goauld namens Baal, der mit Hilfe von Zeitreisentechnologie seine alte Macht zurückgewinnen wollte.
Die Serie ist eine Fortsetzung des Kinofilms. Durch die Einführung parasitär lebender Außerirdischer, die sich als Götter ausgeben (Goauld) und die Menschen als ihre Wirte missbrauchen, wird hier geschickt eine Lösung gefunden, um „Stargate“ serienfähig zu machen. Dies schafft eine scheinbar unendliche Zahl an Feinden die es bis heute zu bekämpfen gilt.
Den Goauld stehen die Asgard gegenüber die sich als nordische Götter ausgeben, sich aber im Gegensatz zu den Goauld als Beschützer der Menschen verstanden.
Der mächtigen Goauld Riege standen aber auch noch eigene Artgenossen gegenüber, die sich als Freunde der Menschen verstanden, die „Tokra“ (gegen Ra).
Ein weiterer Hauptfeind der sich gegen alle anderen Völkergruppen stellt, ist das Volk der Replikatoren, eine vom Menschen erschaffene, künstliche Intelligenz, die sich selbst replizieren kann.
In Staffel 9 folgt der vorerst letzte Hauptgegner, der sich ähnlich wie die Replikatoren gegen alle anderen richtet: Die Ori.
Staffel 9 bringt auch einige Teamänderungen mit: General Jack O´Neill geht in den „Ruhestand“ und wird durch den aufstrebenden Colonel Cameron Mitchell ersetzt. Das Team besteht erstmals aus 5 Mitgliedern, den es wird durch die außerirdische „Vala Maldoran“ verstärkt.



